Manchmal kann ein eigentlich unschöner Anlass eine durchaus positive Erfahrung zur Folge haben. So geschehen nach der Absage des Auftritts der bretonischen Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel im Darmstädter Jagdhofkeller, die – verursacht durch die mit ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft verknüpften Belastungen – gezwungen war, einen Teil ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee zu streichen.

Gwennyn im Jagdhofkeller

Den rührigen Organisatoren der stimmungsvollen Veranstaltungsstätte im Stadtteil Bessungen war es jedoch – wie verlautete mit dem Lockmittel Entenbraten – gelungen, kurzfristig ein überaus adäquates "Ersatzprogramm" zu präsentieren, so dass sich den Interessierten unter den Corbel-Fans die Gelegenheit bot am Abend des 7. November eine andere Künstlerin aus der Bretagne kennenzulernen: "Gwennyn – die bezaubernde Stimme der neuen bretonischen Musikszene."

Gwennyn und "ihre Jungs"

Die in Rennes geborene Sängerin verbindet in ihrer Musik die keltischen Traditionen der bretonischen Folklore mit modernen Elementen zu einer sehr individuellen Form von Pop-Folk-Rockmusik. Ihre warme und ausdrucksvolle Stimme erklingt dabei sowohl in französisch und englisch, aber vor allem natürlich in ihrer bretonischen Muttersprache.

Dabei gelang es Gwennyn Louarn, die an diesem Abend im "kleinen Schwarzen" auf der Bühne erschienen war, mit ihren Texten und Melodien die Zuhörer in Darmstadt musikalisch auf eine Reise in die Landschaften ihrer Heimat wie etwa den Zauberwald von Brocéliande, die weiten Felder oder die rauhen Küsten der Halbinsel mitzunehmen und darüber hinaus ein wenig mit der Mythologie und Geschichte der Bretagne vertraut zu machen.

Kevin Camus an Flöte und Pipes

Das Spektrum des Gebotenen reichte von gefühlvollen Balladen wie etwa dem mit viel Emotion vorgetragenen "Daouarn ma zad" ("Die Hände meines Vaters") bis hin zu eher ausgelassenen Songs und Tänzen. Unterstützt wurde sie bei diesem Konzert von "ihren Jungs" (ebenfalls hochqualifizierte Musiker der bretonischen Szene): Patrice Marzin an Gitarre und Tasteninstrumenten sowie Manu Le Roy am Bass. Für besondere musikalische Akzente sorgte Kevin Camus mit seinem virtuosen Spiel der Uilleann Pipes und Flöten.

Gwennyn sorgt für Stimmung

Da Gwennyn der deutschen Sprache durchaus mächtig ist, konnte sie das Publikum im Jagdhofkeller problemlos durch ihr abwechslungsreiches Programm geleiten und zudem mit verschiedenen mal informativen mal amüsanten Anmerkungen unterhalten. Den Höhepunkt erreichte die sehr gute Stimmung im Gewölbe des Jagdhofkellers als die Künstlerin nahezu den gesamten Saal mit einem "dañs tro plin" zum gemeinsamen Reihentanz (Plinn) – wie bei einem bretonischen "Fest-Noz" – verführen konnte.

Der Jagdhofkeller tanzt

So war der ansprechende Konzertabend – auch nach einigen Zugaben – ganz schnell verflogen. Aber die Fans – "alte" und sicherlich neu hinzugewonnene – brauchen nicht sehr lange auf eine weitere musikalische Begegnung mit der Sängerin "Made in Breizh" zu warten. Schon Ende Januar (Sa, 23.01.2016, 20:30 Uhr) soll das eigentlich geplante reguläre Konzert der Bretonin im Jagdhofkeller stattfinden.

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