Manchmal kann ein eigentlich unschöner Anlass eine durchaus positive Erfahrung zur Folge haben. So geschehen nach der Absage des Auftritts der bretonischen Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel im Darmstädter Jagdhofkeller, die – verursacht durch die mit ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft verknüpften Belastungen – gezwungen war, einen Teil ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee zu streichen.

Gwennyn im Jagdhofkeller

Den rührigen Organisatoren der stimmungsvollen Veranstaltungsstätte im Stadtteil Bessungen war es jedoch – wie verlautete mit dem Lockmittel Entenbraten – gelungen, kurzfristig ein überaus adäquates "Ersatzprogramm" zu präsentieren, so dass sich den Interessierten unter den Corbel-Fans die Gelegenheit bot am Abend des 7. November eine andere Künstlerin aus der Bretagne kennenzulernen: "Gwennyn – die bezaubernde Stimme der neuen bretonischen Musikszene."

Gwennyn und "ihre Jungs"

Die in Rennes geborene Sängerin verbindet in ihrer Musik die keltischen Traditionen der bretonischen Folklore mit modernen Elementen zu einer sehr individuellen Form von Pop-Folk-Rockmusik. Ihre warme und ausdrucksvolle Stimme erklingt dabei sowohl in französisch und englisch, aber vor allem natürlich in ihrer bretonischen Muttersprache.

Die norwegische Singer-Songwriterin Marit Larsen konnte am 4. Oktober das zahlreich erschienene Publikum mit einem kurzen Live-Konzert auf der großen Bühne an der Frankfurter Alten Oper – im Rahmen der Festivitäten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit – bezaubern.

Marit Larsen an der Alten Oper

Bei dieser Gelegenheit präsentierte die zierliche Sängerin zusammen mit ihrer Band eine Auswahl von selbstkomponierten, oft melancholisch anmutenden Folk-/Pop-Stücken – vorwiegend aus ihrem aktuellen Album "When The Morning Comes." Darunter der eingängige, beinahe schon hymnische, Titelsong, mit dem sie das Programm einleitete – aber natürlich auch ihr schon etwas älterer internationaler Nummer-1-Hit "If A Song Could Get Me You."

Schon fünf Jahre kommt die bretonische Sängerin und keltische Harfenistin Cécile Corbel nun regelmäßig im Rahmen ihrer herbstlichen Deutschland-Tournee ins südhessische Darmstadt.

Cécile Corbel 

Ihr sechstes Konzert am Samstag, 08. November im urigen Jagdhofkeller im Stadtteil Bessungen war – trotz Bahnstreik – schon im Vorfeld völlig ausverkauft.

Dieses Jahr hatte die Künstlerin gleich zwei neue Tonträger im Gepäck. Erst im Oktober war ihr neues Werk "La Fiancée" erschienen. Außerdem hatte sie am Soundtrack zum 3D-Dokumentarfilm "Terre des Ours" (dt. "Im Land der Bären") mitgewirkt, der das Leben der Braunbären auf der russischen Halbinsel Kamtschatka zum Gegenstand hat.

Jagdhofkeller Quartett

Viele Songs, die von ihr an diesem Abend präsentiert wurden, stammten dementsprechend von diesen Alben. Hervorzuheben dabei besonders das Lied "Fille Du Miroir" mit seinem eingängigen Cello-Thema, der Song "Jardin Secret" oder das tieftraurige "Tristes Noces." Das ferne Land aus Feuer und Eis, in dem die wilden Bären leben, wurde im Titel "Kamchatka" vor dem inneren Auge der Zuhörerinnen und Zuhörer zum Leben erweckt.

Einer der musikalischen Höhepunkte der diesjährigen Sommerwerft war sicherlich der erneute Auftritt der Gruppe "Triskilian" aus dem Aschaffenburger Raum.

Jule an der NyckelharpaTriskilian im Beduinenzelt

Die vier Musikerinnen und Musiker zauberten dabei zahlreiche traditionelle Songs und Instrumentalstücke aus verschiedenen historischen Epochen und geografischen Regionen sowie diverse märchenhafte Eigenkompositionen auf die Bühne im Beduinenzelt. Dargeboten wurden die Stücke akustisch auf zahlreichen traditionellen Instrumenten. Der Sängerin und Instrumentalistin Jule, gelang es mit ausdrucksvoller Stimme und Spiel, die Zuhörer im gut gefüllten Zelt auf eine Reise in mystische Räume und Zeiten zu entführen.

Mit frischem Songmaterial sowie mit Cello-Begleitung, machte die bretonische Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel am 2. November erneut Station im auch diesmal völlig ausverkauften Darmstädter Jagdhofkeller.

 
Cécile Corbel im Jagdhofkeller   Cécile beim Spiel
Cécile Corbel im Jagdhofkeller   Cécile beim Spiel

Dabei wusste die Künstlerin mit der ihr eigenen Synthese aus virtuosem Harfenspiel und gefühlvollem gesanglichem Vortrag, die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer, in der stimmungsvollen Location des altertümlichen Kellergewölbes im Stadtteil Bessungen, wieder einmal zu begeistern.

 
Fröhlich   Cello-Klänge
Fröhlich   Cello-Klänge

Nachdem Cécile Corbel, im Rahmen des Auftritts im Vorjahr, schon einen ersten, kurzen Ausblick auf ihr bevorstehendes Album gewährte, konnte sie bei diesem Konzert zahlreiche Lieder des neuen Tonträgers mit dem Titel "Roses (SongBook Vol. 4)", der im Sommer 2013 erschienen ist, präsentieren. Herausragend dabei u. a. die traurige Liebesballade "Jenovefa" oder der Song um Seelenfreunde "A Suivre." Ein besonders lebendiger und vom Publikum bejubelter Farbtupfer wurde durch den instrumentalen Tanz "Folia" aus dem 15. Jahrhundert geliefert.

Ein Highlight der diesjährigen Hanauer Kultour-Reihe war sicherlich der Auftritt der Harfenistin Nadia Birkenstock am 14. März im Kult.urCafé Amadeo. Mit ihrer keltischen Harfe wusste die Künstlerin das, trotz der widrigen Witterungsbedingungen, zahlreich erschienene Publikum zu begeistern.

 
Nadia Birkenstock im Amadeo   Beschreibung der Stücke
Nadia Birkenstock im Amadeo   Beschreibung der Stücke

Dieses wurde von der Solistin im Verlauf des Abends auf eine bezaubernde musikalische Reise durch die Länder mit keltisch geprägter Musiktradition – wie Irland, Schottland oder auch die Bretagne – mitgenommen. Zum Repertoire der renommierten aus Solingen stammenden Musikerin, die gern gesehener Gast auf internationalen Festivals – wie den "Rencontres Internationales de la Harpe Celtique" – ist, gehören sowohl eigene Songs und Kompositionen als auch traditionelle Folk-Stücke aus dem keltischen Bereich.

 
"Handarbeit"   Zauberhafte Klänge auf der keltischen Harfe
"Handarbeit"   Zauberhafte Klänge auf der keltischen Harfe

 Im Programm für die Brüder-Grimm-Stadt, präsentierte sie Stücke aus ihren verschiedenen Alben zu denen mit "Der verzauberte See" auch eine Märchenproduktion, die irische Märchen und Geschichten vertont, zählt. Dabei wechselten sich emotionale Instrumentalweisen mit von ihrer sanften und ausdrucksvollen Stimme getragenen Liedern ab. Durch die Synthese aus virtuosem Harfenspiel und gefühlvollem gesanglichem Vortrag, gelang es Nadia Birkenstock mit Leichtigkeit das Publikum im Kult.urCafé zu faszinieren.

Im Offenbacher "The Bogside" haben die Spielleute der Gruppe Lissyviggeen am Abend des 15. November ihr diesjähriges Herbstkonzert präsentiert.

 
Viviane beim Flötenspiel   Spielleute und Chorbegleitung
Viviane beim Flötenspiel   Spielleute und Chorbegleitung

Im gut gefüllten Pub spielte das musikalische Duo bestehend aus Viviane vom See, die für Gesang und Flötenspiel (Tinwhistle, Lowwhistle) verantwortlich zeichnet, sowie Volker von Mainz an Laute und Gitarren sowie mit Gesang ein vielfältiges Repertoire an stimmungsvollen "keltischen" Traditionals in englischer sowie irisch- und schottisch-gälischer Sprache. Dabei durften natürlich "Molly Malone" und "The Star of the County Down" nicht fehlen.

Wieder einmal besuchte die bretonische Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel am 3. November 2012 – im Rahmen ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee – den Jagdhofkeller in Darmstadt-Bessungen.

 
Cécile und Begleitung auf der Gitarre   Cécile beim Spiel
Cécile und Begleitung auf der Gitarre   Cécile beim Spiel

Bei ihrem vierten Auftritt in dem stimmungsvollen Gewölbekeller, präsentierte die Künstlerin zahlreiche Songs aus ihren bisherigen Alben und gewährte einen kleinen Ausblick auf den für das kommende Jahr zu erwartenden neuen Tonträger. Mit der ihr eigenen Synthese aus virtuosem Harfenspiel und gefühlvollem gesanglichem Vortrag, gelang es Cécile Corbel dabei erneut die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer zu faszinieren.

 
Cécile beschreibt die Inhalte ihrer Songs   Das Instrument
Cécile beschreibt die Inhalte ihrer Songs   Das Instrument

Keiner der Anwesenden konnte sich während der musikalischen Klangreise – durch die Bretagne, weitere keltisch geprägte Länder aber auch den mediterranen Raum – dem Charme und der Ausstrahlung der talentierten Sängerin und Instrumentalistin entziehen. Nie verleugnet Cécile Corbel ihre biographischen und musikalischen Wurzeln im bretonischen Finistère, wenn sie sich etwa vom bretonischen Wind in "Le vent m'emporte" davontragen lässt.

Leider war der Brückenkopf am Sa., 22.09. nicht so gut gefüllt, wie es der Auftritt der Formation "Savas" eigentlich verdient gehabt hätte. Die Besucherinnen und Besucher, die den Weg in Hanaus Kultkneipe gefunden hatten, wurden dafür aber mit einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis belohnt. 

Savas im Brückenkopf Sängerin Katharina Grossardt
Savas im Brückenkopf Sängerin Katharina Grossardt

Die Angehörigen des Frankfurter Ensembles präsentierten bei ihrem Konzert zahlreiche unterschiedliche Songs aus den Bereichen Folk, Renaissance oder Barock. Darunter bekannte Klassiker aus Irish und Scottish-Folk u. a.: "The Star of the County Down", spanische Tänze – wie "El Gato Montes" – , sowie traditionelle französische Volksweisen wie das bezaubernde "Danse". Darüber hinaus kamen auch einige Eigenkompositionen verschiedener Bandmitglieder zur Aufführung, wie etwa "I’m in love again" aus der Feder des Bandleaders Jürgen Grossardt.

Zum dritten Mal gastierte die bretonische Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel am vergangenen Samstag (01.10.2011) im ausverkauften Jagdhofkeller in Darmstadt-Bessungen.

 

Cécile an der Harfe

Humorvoll

Cécile an der Harfe Humorvoll

In der besonderen Atmosphäre des historischen Gewölbekellers, präsentierte die Bretonin neben eigenen Songs – insbesondere von ihrem in diesem Jahr erschienenen Album "Songbook 3 – renaissance" – traditionelle Lieder aus dem keltischen und mediterranen Bereich. Mehr als deutlich wurden aber auch die verschiedenen Einflüsse ihrer japanischen Aktivitäten oder ihrer Mitwirkung bei verschiedenen Musical-Produktionen. Dadurch gewinnen ihre Konzerte noch an Vielfältigkeit, da Cécile Corbel mittlerweile ein immer größeres Repertoire zur Verfügung steht, aus dem sie bei ihren Live-Auftritten schöpfen kann.

 

Auf der Bühne im Jagdhofkeller

Schlussapplaus

Auf der Bühne im Jagdhofkeller

Schlussapplaus

Dabei verleugnet sie ihre musikalischen Wurzeln im Finistère natürlich nicht, wenn sie sich etwa vom bretonischen Wind in "Le vent m'emporte" davontragen lässt.

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