Der Wilhelmsbader Kurpark zeigte sich an einem Vormittag Ende Januar 2026 von seiner winterlichsten Seite.

Am Vortag und über Nacht hatte eine dichte Schneedecke die Wege, Wiesen und Bäume eingehüllt und die vertraute Landschaft in ein beinahe märchenhaftes Panorama verwandelt.

Während einiger Stunden war die Bewölkung teilweise aufgerissen und die Sonne ließ sich immer wieder blicken. Die Bänke entlang der Hauptallee wirkten wie kleine Inseln im Weiß.

Der Teich neben der Ruine und mit der Pyramide auf der kleinen Insel lag reglos unter einer festen Schicht aus Eis. Dort ließen sich auch Wasservögel oder Rotkelchen blicken.

Vergleichsweise wenige Spaziergänger hatten an diesem Wochentag den Weg in den Park gefunden. Allerdings waren etliche vorwiegend jüngere Schlittenfahrer am Karussell-Berg mit ihren Geräten zugange, um den Hang hinunter zu rodeln.
Erst nach der Mittagszeit nahm die Besucherzahl im Wilhelmsbader Kurpark etwas zu.

Jeder Schritt knirschte unter den Schuhen, wenn man durch den Schnee stapfte. Sogar einige frisch errichtete Schneemänner setzten in der winterlichen Parklandschaft an einigen Stellen fröhliche Akzente.

Der verschneite romantische Staatspark lud somit dazu ein, einmal innezuhalten, tief durchzuatmen und die gelegentlich auftretende Schönheit des Winters bewusst wahrzunehmen.

Wenn man hier im Park oder auch im benachbarten Wald schlicht einen ruhigen Wintertag erlebte, wirkte die ganze fortgesetzt aufgeregte "Berichterstattung" der unterschiedlichen Medien über eine vermeintliche "Schneekatastrophe" ziemlich überzogen.

Auch manche der von den Verantwortlichen hastig verhängten Maßnahmen z. B. im öffentlichen Verkehr oder an den Schulen wirkten eher fragwürdig.
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