Ein ungeplanter und überraschender Höhepunkt - im Rahmen des Kulturaustauschs zwischen China und Deutschland - war der gefeierte und grandiose Überraschungsauftritt einer chinesischen Trommler- bzw. Tanzgruppe auf dem Hanauer Schlossplatz beim Lamboyfest 2026 begleitet von Musikern und einer politischen Delegation.

Die Gruppe war eine Yaogu-Tanzgruppe ("Hengshan Old Waist Drum") aus dem Stadtbezirk Hengshan, der zu Stadt Yulin in der chinesischen Provinz Shaanxi gehört (und die wohl bereits am Vortag beim Drachenbootfest 2026 in Frankfurt a. M. aufgetreten ist).

Yaogu bedeutet „Hüfttrommel“ – eine zweifellige Fasstrommel, die mit Holzschlägeln gespielt wird. Sie hängt an einem Gürtel auf Hüfthöhe und wird während des Tanzens geschlagen.

Typische Elemente für den dynamischen Tanz, der eng mit der Provinz Shaanxi verbunden ist und als immaterielles Kulturerbe Chinas gilt, sind: schnelle, kraftvolle Bewegungen, synchrone Formationen sowie rot-weiße Kostüme und starke rhythmische Akzente.
Die Gruppe umfasste dabei insgesamt 41 Personen, darunter 3 Dirigenten, 5 Sängerinnen und Sänger sowie die übrigen Hüfttrommeltänzer.

Auch Sänger und Instrumentalisten zeigten ihr Können auf der Schlossplatz-Bühne.

Die offizielle Regierungsdelegation wurde von Frau Qian Mei, der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin der Volksregierung des Stadtbezirks Hengshan der Stadt Yulin, geleitet.

Dem Vertreter der Brüder-Grimm-Stadt, Bürgermeister Bieri, wurde bei dieser Gelegenheit. während einer Ansprache, ein historisches Holzschnitt-Banner mit Motiven aus der Region Shaanxi überreicht.